tag 17 – ausschlafen und ein ganz besonderes restaurant

ausschlafen: das bedeutet schlafen bis um 10:30 (leider gabs dann kein frühstück mehr, aber immerhin noch einen yoghurt) und danach bis 13:00 noch eine dvd im bett geschaut – entspannug pur! da mein portemonnaie nach auffüllung schrie ging es dann zum citigroup automaten (das dauert, knappe stunde pro weg), aber der spuckt im gegensatz zu vielen anderen automaten wenigstens geld aus….
gegen 17:00 war ich dann wieder in meinem hotel, da mr. s anrufen wollte um zu sagen, wann er mich zum vorgezogenen abschiedsessen abholt (nächste woche ist jeden abend irgendein termin).
aufbruchszeit wurde dann auf 18.30 gelegt. habe mr. s´s auto erstmal nicht erkannt, da es sein „privatwagen“ war. irgendein japaner, aber mit shcönster innenausstattung (rückfahrkamera, die dann digital noch anzeigt wo das auto mit der momentanen lenkradstellung hinfahren würde und schicke flachbildschirme, schönes leder). auf dem weg habe ich ihn dann gefragt, was für ein restaurant er heute abend denn ausgesucht hätte:
mr.s: „ja, das ist ein sehr kleines, traditionelles japanisches restaurant“
senst-san: (hatte gemerkt, dass wir in der nähe seines „wohnviertels“ waren) „ah, das ist wohl in der nähe von ihrem haus“
mr.s: lacht nur noch…

nach drei minuten haben wir dann angehalten und er meinte „das ist das restaurant heute abend, herzlich willkommen bei mir zu hause!“
hey, das war einfach nur sooooooo genial! die frau und tochter hatten schon vorbereitet, erst häpchen und dann sukiyaki (keine ahnung ob das so geschrieben wird), ein essen was auf basis von sojasoße auf dem tisch gekocht wird, d.h. man packt rindfleisch, pilze, gemüse, nudeln in die kochende soße (in etwa so wie fondue). aber mit einer großen abänderung: neben seinem schälchen hat man noch ein zweites: gefüllt mir rohem ei! da taucht man die heißen sachen aus dem topf dann kurz ein und schlürft sie. hat aber besser geschmeckt als ich dachte und mein magen rebelliert bisher auch noch nicht.
zum nachtishc gab es dann kcuhen frisches obst und leckeren tee. der abend war einfach mehr als gelungen und finally hat mr.s dann noch ein taxi gerufen und fühlte sich genötigt, das auch zu bezahlen, als ich meinte das wäre nicht nötig meinte er nur: „so lange ich hier in japan wäre, wäre er mein vater und dann wäre das schon ok“.
tja, das war mein „vorgezogener-abschiedsabend“! danke!

tag 16 – südtour teil 2, kyoto

morgens mit dem zug von osaka nach kyoto (knappe stunde). dann in kyoto um 11.00 mein erster termin an der uni. das problem: wo ist die uni? plötzlich hat mich ein japaner angesprochen, oh ich wäre doch ausländer ob er mir nicht helfen könnte, balbalblalba usw. schien einen ganz ordentlichen eindruck zu machen. als ich ihm aber die karte von kyoto unter die nase gehalten habe und ihn gefragt habe, ob er mir mal den weg zur ritsumaikan university zeigen könnte hat er nur noch dumm rumgelabert und meinte „wir müssen uns vor einer weltweiten grippeepidemie schützen, die menschheit hat sich von gott abgekehrt“. nunja, last but not least hat er mir dann noch „den wachturm“ der zeugen jehovas in die hand gedrückt und ich habe das weite gesucht. wäre auch mehr als komisch gewesen, dass ein japaner von sich aus einen europäer anspricht….
also war ich weiter auf der suche nach dem weg und habe dann drei jüngere japaner (in der hoffnung, dass die noch keine zeugen jehovas sind…;-)) nach dem weg gefragt. die haben ihn dann auch mit armen und beinen ungefähr gezeigt, ich hatte also schonmal ein ziel. nach drei minuten höre ich hinter mir dann leute rennen, drehe mich um und sehe die drei japaner auf mich zu rennen. naja, sie meinten, sie hätten sich überlegt, dass sie mir den weg eigentlich auch komplett zeigen könnten. sind in der u-bahn mitgefahren und dann auch im bus. nach gut 45min haben sie mich dann am uni eingang „abgeliefert“, das nenne ich mal gastfreundlich!

die uni selber war dann auch wieder genial, sehr modern, viele englisch sprechende studenten. getoppt wurde es nur noch von unserer neuen kontakt person dort, der professor wurde uns über NHK (das japanicshe fernsehen) vermittelt, älterer japaner, aber extrem nett. haben erst in seinem büro eine knappe stunde geredet, danach war er so begeistert, dass er mich ins rektorenzimmer gebracht hat, rektor war leider nicht da, aber die co-rektorin fand die sache mal mehr als spannend. hat sich fast bescwhert, dass wir vorher noch nicht auf sie zugekommen sind. als wir dann zum mittagessen gehen wollten, kam auch noch der rektor und kurzes begrüßungshin und her und dann ging es zu einem „japanischen italiener“.
die pizza war auch sehr lecker, nur mit interesssanter „belegung“: hartgekochte eier + zwiebeln….
der professor hat mir dann erzählt, wo er überall als korrespondent war: london, berlin, washington d.c., rio, beirut, bangkok und peking! mehr als spannend!
das mittagessen hat sich dann auch recht lange hingezogen (von 13:00 – 14:45), danach zum bahnhof zurück gesprintet (hatte ein taxi „gesponsert“ bekommen…) und dort etwas verspätet einen STUD Teilnehmer vom letzten Jahr getroffen, war auch sehr nett, hat mri noch einen englischen buchladen gezeigt, damit ich meinen lesevorrat wieder auffüllen konnte und er scheint uns auch in diesem jahr wieder ordentlich zu unterstützen, massenmail an alle studs seiner uni und fünf seiner freunde schreiben momentan schon ein essay für den St. Gallen Wings of Excellence Award () so muss das sein!
um 16:00 dann in den shinkansen zurück nach tokyo. leider genau eine stunde zu spät, denn als ich gegen 19:00 dann wieder zum izumi garden tower gekommen war, sah ich gerade noch, wie mr.s in seinem wagen davon gefahren wurde. trotzdem mal hochgefahren und eigentlich am ende nur zufällig mal versucht, ob meine id card noch funktioniert: und siehe da, das licht leuchtete grün und ich kam bis in mein office, noch knappe zwei stunden telefoniert und gesprächsberichte geschrieben und danach gings dann back ins hotel: einfach nur müde.

tag 15 – die südtour beginnt

nachdem der mittwoch ja doch recht lange andauerte, konnte ich am donnerstag entspannt gegen 9:00 in richtung tokyo station aufbrechen, um dann mit dem shinkansen in den süden zu fahren (nachdem am mittwoch ja der norden ins visier genommen worden war). über nagoya, kyoto ging es nach osaka. dort am mittag nett beim koreaner gegessen und dann in richtung uni osaka gefahren, in osaka haben wir keine kontaktperson, also gab es da nur einen besuch im international office und einen gescheiterten versuch, fürs nächste jahr einen kontakt zu finden…
da man in solchen städten immer unglaublich lange anfahrtszeiten zu den unis hat, war der nachmittag dann auch recht shcnell vorbei. abends ging es zusammen mit caro, hsglerin die gerade bei bayer in osaka ein praktikum macht und bei der ich genialerweise übernachten konnte, zum empfang im deutschen generalkonsulat. sehr nette runde mit vielen spannenden gesprächen.
das beste aber: neben dem deutschen generalskonsulat gibt es einen „deutschen weihnachtsmarkt“! alle buden aus deutschland und japaner die einfach nur fasziniert sind. sehr suspekt, aber lustig.

tag 14 – shinkansen und andere abenteuer

fangen wir oben an:
heute morgen um 5:30 aufgestanden, auf frühstück verzichtet, zur u-bahn gesprintet, dabei festgestellt: japaner sind keine frühaufsteher. die u-bahn fährt erst ab 6:30 zum hauptbahnhof. da mein zug aber schon um 6:15 in richtung sendai (norden) abfährt, musste dann das taxi her. am bahnhof ein ekeliges hotdog als frühstücksersatz mißbraucht, besser als gar nichts. dann auch mr.s getroffen, der mich heute begleitet hat, an sich hatte ich für den shinkansen ein zweite klasse ticket, aber mr. s meinte, ich sollte mich zu ihm setzen und somit durfte ich den luxus von schier unglaublicher beinfreiheit und liegesitzen im zug geniessen. gegen 10:00 waren wir dann in Sendai, sehr viel nördlicher als Tokyo, in den letzten Tagen hatte es dort geschneit, und überall lagen die schneereste rum und es war sau kalt. aber der uni termin war dann genial, lange präsentation und gespräche bis 13:00, dann in das wartende taxi gehetzt, zum bahnhof geheizt und dort in den anschluss zug nach akita gesprungen. mittagessen: japanisches aus dem zug restaurant mit vielen gräten :-(
akita ist noch nördlicher und es lag richtiger schnee dort. es war noch kälter. gegen 16:30 waren wir da dann an der uni (nochmal 40minuten fahrt mit dem taxi), wieder eine gute präsentation bis 18:30 und um 19:00 wurden wir dann zum flughafen gefahren. flieger ist dann auch brav wieder in tokyo um 21:00 gelandet und der fahrer von mr. s hat genialer weise am flughafen gewartet. da wir noch kein dinner hatten, liess mr.s sich mal wieder nicht lumpen und hat mich noch zum essen eingeladen, wieder der ARK Hills Club (wie letzten montag, aber heute anderes menü), war mal so frei, das hier anzuhängen (proll mode on):


Menu
Appetizer
Deep-fried Scallop with Yuba Bean Curd
Daikon Radish with Dried Mullet Roe
Taro with Konowata, Sea Bream
Duck, Deep-fried Taranome, Kuruma Prawn

Clear Soup
Kuzu with Cod and Dried Kelp

Fresh Sashimi
Tuna, Flounder and Sweet Prwann
Condiments

Grilled Delicacy
YellowtailTeiyaki
Persimmon dressed with Sesame

Simmered Cuisine
Rolled Chinese Cabbage with Chicken Ball
Carrot, Baby Onion and Broccoli

Vinegared Food
Ark Shell
Cucumber, Nagaimo Taro and Taro Stalk

Rice
Steamed Rice with Crab
Miso Soup and Pickled Vegetables

Dessert
Papaya with Yogurt Sauce

dann war ich gegen 23:30 im hotel und bin einfach nur todmüde ins bett gefallen.

jetzt verschwinde ich bis morgen abend nach osaka und kyoto. schreibe wahrscheinlich erst wieder freitag abend!

bis bald

tag 12 – japanische studenten und ein „deutscher abend“

heute morgen war frühes aufstehen angesagt. punkt 6 rechner angeschmissen und die emails vom wochenende geschrieben. es hatten sich doch so einige „leichen“ angesammelt, aber bevor heute morgen der erste japaner im office erschienen ist, waren alle mails brav raus.
nach einem kurzen wochenplanung mit mr.s hatte ich dann auch schon gleich meinen ersten termin an der zweitgrößten japanischen uni, rund 45.000 studenten sind dort momentan immatrikuliert, also locker mal die 9 fache größe der hsg. der campus war dann auch dementsprechend und die gebäude waren über rund drei blocks in tokyo verteilt, aber ich hatte zum glück genug zeit eingeplant und war pünktlich bei unserem neuen kontakt. er war auch sehr interessiert und hat jetzt noch einen dicken brief mit weiteren materialien von mir zugeschickt bekommen. auf dem rückweg zur u-bahn habe ich zwei studenten nach dem weg gefragt, die waren dann gleich so nett, dass sie bis zur haltestelle mitgelaufen sind. der eine studiert international affairs und findet es total bescheuert, der andere economics und findet es auch einfach nur daneben. tjoar, klarer fall von richtiger studienwahl… aber trotzdem wollten sie gerne wissen warum ich an ihrer uni rumstiefle und fanden es dann auf einmal auch sehr spannend, als ich bei meinem „promotion-gelaber“ (die tour ist jetzt schon recht gut drin….) auf die 20.000€ preisgeld zu sprechen kam, aber abwarten ob man die nächstes jahr in sg sieht, ich fänds genial. wäre mal perfektes „face-to-face-selling“.
heute mittag gabs dann nur ein schnelles sandwich und ich habe für meine schwester das gewünschte kalligraphie buch gefunden…
der nachmittag wurde zur arbeit im office missbraucht, da ich von mittwoch bis freitag unterwegs bin muss da noch einiges vorbereitet werden.
höhepunkt des tages: treffen mit einem mitarbeiter der deutschen botschaft, der für zwei jahre bei der bank „ausgestiegen“ ist und tokyo jetzt aus einer ganz anderen perspektive geniesst. der abend war mehr als genial, zuerst gab es mal wieder perfektes essen (george bush senior und junior hatten das restaurant zuvor schon als für gut befunden…) und danach ging es noch weiter „auf ein bier“. nunja, vielleicht waren es zwei. aber es hat sich gelohnt, kontakte von alt-isclern sind halt doch immer die besten! ;-)

ja, ich bin ein schlechter mensch, ich habe immer noch keine bilder gepostet und auch nicht resized. aber ich weiss nicht wann!
und dann möchte ich mich bei euch allen für die genialen kommentare jeweils bedanken! momentan empfehle ich besonders die bei „schwankenden türmen“….. es gibt nichts schöneres als zu sehen, dass es wieder neue kommentare gibt!

tag 11 -karaoke

gestern abend die hsg runde war sehr nett, wir waren in roppongi, das ist das viertel mit den meisten bars, discotheken usw., unterwegs. erst gabs ne runde sushi und danach dann ins motown und 911. da in japan die u-bahnen aber leider nicht durchgehend in der nacht fahren, waren wir „gezwungen“ ;-) den abend bis halb 6 heute morgen fortzusetzen, dementsprechend war dann wirklich langes ausschlafen angesagt.

heute nachmittag hat caro mich dann eingeladen, mit einer bekannten von ihr einen kaffee zu trinken. wir sind zwar einmal quer durch tokyo gefahren, haben dafür aber erlebt, dass eine riesige hauptstrasse einfach nur komplett gesperrt wurde damit die japaner auch angemessen christmas shopping betreiben können und platz haben auf acht spuren mit 10000enden einkaufsbeuteln zu flanieren. merry christmas! merchandising christmas!

jetzt muss ich mal über mein abendessen nachdenken und dann noch ungefähr 15emails an nette japaner verschicken….
achja, bilder einfügen darf ich ja acuh noch!

tag 10 – unis und luxus

heute morgen ausschlafen, einfach nur genial. immerhin ist die erste japan woche jetzt schon vorbei und es passt alles, aber man spürt die arbeit. beim frühstück wird es langsam irgendwie langweilig, soo gut schmeckt das perwoll weißbrot nun auch wieder nicht auf dauer, aber naja, passt schon.
gegen 11:00 bin ich dann zu meinem uni termin aufgebrochen, eine halbstündige präsentation vor rund 50 studenten. war recht entspannt auch wenn dummerweise nur die studenten noch fragen gestellt haben, die nächstes jahr eh nicht mehr da sind, da sie die uni verlassen werden. das habe ich aber erst im nachhinein erfarhen, in japan haben 2., 3. und 4. studienjahr (und die sind im frühjahr fertig) nämlich zusammen vorlesungen. danach hat mich der prof zum essen eingeladen und wir haben noch etwas über tokyo geredet, ich finde das japanische englisch übrigens ganz verträglich, hatte sehr viel schlimmeres erwartet.
dann ging es gegen 1uhr kurz ins hotel, umziehen (immer anzug muss dann auch nicht sein) und mit zwei mal umsteigen in richtung harajuku. harajuku ist das luxus shopping gebiet in tokyo. eifnach nur krank. burberry neben louis vitton, prada, lacoste, bang&olufsen das hörte einfach nicht auf. habe dort zwei hsgler (nein nicht zufällig, war abgesprochen ;-) getroffen und wir haben eine kleine runde gedreht. ich habe sogar wieder bargeld: nachdem meine visakarte irgendwie am automaten kein geld ausspucken will (aber sonst klaglos funktioniert), hat ein citiebank automat sogar meine ec karte angenommen….
aber ich bin standhaft geblieben, weder die prada dessous für umgerechnet gut 1000CHF (und es war trotzdem ein hauch von weniger als nichts) noch der burberry schal für viel zu viel geld konnten mich nicht überzeugen. aber bei burberry war es schon schwer, der „hundejacke“ zu wiederstehen, für unseren hovawart gabs leider nicht die richtige größe, sonst wäre das wohl das perfekte weihnachtsgeschenk gewesen ;-) ….
danach gings dann mehr ins „ramsch“ viertel, aber ein hello kitty laden wurde nicht gefunden. dafür mal wieder was essbares: göttliche crepes! wieder 1000variationen und 1000 füllmöglichkeiten.
ich habe einen mit erbeereis und erdbeerkrem genommen! muss auch nach europa importiert werden. aber die arbeitsbedingungen genau so: in dem stand waren genau 10leute aktiv mit grob geschätzen 0,5m² arbeitsplatz pro person. auch die starbucks promotion war nicht schlecht, wobei es sein könnte, dass man doch etwas enttäuscht war, als wir nur ein foto gemacht haben, aber die verkleideten weihnachtsmann mitarbeiter dann einfach so stehen lassen haben.
jetzt kurz ausruhen im hotel, dann gibts heute abend ein nettes „hsg-abendessen“ in roppongi (da hab ichs dann glücklicherweise nicht all zu weit „nach hause“).
bis später

fotos der letzten tage und der gestrige eintrag kommen morgen, versprochen!
claudius

tag 8 – wackelnde türme und exquisiter tee

ganz normaler arbeitstag, morgendliche besprechung mit s.,danach UNI Promotion. langweilig? nunja, nicht direkt. lässt sich aber auch nicht wirklich von der hand weisen.
heute mittag gings dann mit S. zum lunch, die tür vom restaurant war interessanterweise sogar noch kürzer als mein bett, somit war schon ziemliches bücken angesagt, im restaurant selber gings dann aber wieder. vorspeise: unglaublich öliger tee. der tee wird auf öl basis gekocht und schmeckt dann auch dementsprechend. das ist ein besonderer luxus, scheinbar blieb der meinem europäischen gaumen aber erspart! trotzdem war es spannend, wir haben eine gute stunde über die entwicklung der beziehungen japan => china/deutschland=>frankreich nach ende des 2.WK diskutiert. was ganz anderes, wenn man das von einem japaner erzählt bekommt, als unsere „außenwahrnehmung“.
danach gings dann zum ersten großen business contact, an der rezeption mal akurat an der reihe der wartenden „vorbeigeschlichen“, was aber nicht sonderlich schwer ist, wenn vor einem der chairman der credit suisse läuft ;-) . das gespärch selber war leider zum großen teil auf japanisch, nur mein auftritt kam doch etwas überraschend, hatte herr s. im vorfeld doch gesagt, dass ich nur über die uni-promotion in japan sprechen sollte, wenn ich aufgefordert werde. während des gesprächst kam dann aber auf einmal die bittet, dass ich doch unser generalthema „Inspiring Europe“ einmal etwas genauer vorstellen sollte! nunja, klippe halbwegs gut gemeistert, der gute herr wird im nächsten jahr bei uns als sprecher aktiv werden! danach noch ein lob von mr. s im aufzug eingesackt und ab wieder ans telefon.
den ganzen tag über nervt mich hier in meinem büro heute eine wackelnde glasscheibe, die trennt den raum zum nachbaroffice ab. habe vorhin mit „unserer“ sekretärin hier darüber gesprochen, liegt daran, dass der tower die ganze zeit im wind schwankt…. nervt trotzdem, werde morgen mal versuchen das teil irgendwie zur ruhe zu bringen! tipps sind immer willkommen!
heute abend gab es dann traditionelles sushi. am anfang hat mr. s noch festgelegt, dass ich immer die doppelte portion bekomme. sowohl beim sushi als auch beim sake. wurde dann aber doch bald geändert, das sushi war einfahc mal zu viel. highlight: gefrorener heringsrogen als knabbersnack zwischendurch.
das beste des ganzen abends kam dann aber eigentlich noch, der fahrer von mr. s hat uns zur nächsten u-bahn haltestelle gebracht, ich wollte aussteigen und fix mit der u-bahn fahren, aber mr. s meinte, die haltestelle wäre so kompliziert und er kommt lieber mit runter und zeigt mir das richtige gleis. dafür hat er dann gleich auch erstmal eine karte für mich und sich gekauft (seine effektiv nur um einmal runter zum gleis zu kommen) und mich bis in die u-bahn gebracht! das ist doch einfach nur genial, ich finde japan genial!

gute nacht! habe gerade erfahren, dass ab morgen abend eine hsglerin in tokyo ist, weitere positve news des heutigen abends nötig?

gute nacht!

noch ein nachtrag zu gestern:
habe eine so genannte „juice bar“ entdeckt, das ist einfach nur traumhaft! ein automat (ähnlich einem zigarrettenautomaten) mit einer auswahl von unendlich vielen säften, da bekommt man dann ein ticket, geht weiter zum schalter und der saft wird frisch gemixt. das schemckt einfach nur soooo unglaublich genial, der wahnsinn. ich glaube ich werde überall in der schweiz juicebars eröffnen, das wird der renner!

tag 7 – ein schwarzer lindwurm sagt merry christmas

heute morgen war direkt eine fahrt zur ICU (International Christian University) angesagt, Termin um 10.00, auf ging es um 8.30. erst zur u-bahn roppongi, weiter mit der U-Bahn zur shinjuku station, dort umsteigen in die eisenbahn richtung mitaka, dort den bus 51 zur ICU. Aber zurück zum Umsteigen in der Shinjuku Station. Der schwarze Lindwurm war einfach eine nicht enden wollende Menge an Japanern in dunklen Anzügen, wie in extrem schlechten Filmen. An allen Bahnhöfen gibt es hier am Eingang und Ausgang immer „Gates“ in die man sein Ticket einlesen lässt und dann öffnet sich das Tor. Und aus diesen Gates endluden sich unglaubliche mengen an dunklen Anzügen, ich glaube das funktioniert ziemlich in perfektion, ich kam von der linken Seite und kam kaum an den zehn Gates vorbei, da die leute dichtest hintereinandergestaffelt rausliefen, wie Roboter. Die ICU ist ein riesen Campus, überall stehen alte Bäume und alle Gebäude sind weit von einander entfernt. Aber Japaner rennen zum Glück vor europäischen Riesen in dunklen Anzügen nicht gleich davon sondern bemühen sich immer nach Kräften den richtigen Weg zu zeigen. Das Gespräch war sehr interessant, der Professor unterstützt uns schon seit mehreren Jahren und hat neben seiner Lehrtätigkeit hier in Japan auch noch eine Professur an der George Washington University in Washington D.C. Danach eine kurze Pause bis der Bus kommt, und dann back downtown.
Wenn man sich momentan in Tokyo bewegt, sieht man recht viel Werbung für Weihnachten. Recht viel heisst: Eigentlich zu viel kitschige Werbung, überall steht Merry Christmas, hier blinkt und da leuchtet es. Das Perverse: Die Japaner interessieren sich für Weihnachten als Fest einfach gar nicht. Es geht echt nur um die Vermarktung des Brands „Vorweihnachtszeit“/Weihnachtsschrott. Der 24. selber ist zum Teil ganz normaler Arbeitstag. Ein österreichischer Professor meinte heute morgen auch ganz nüchtern, dass er zwar gerne feiern würde, aber wahrscheinlich am 24. ein Seminar geben muss, was bis 19:30 geht!
Am Nachmittag wieder mein Telefondienst für die japanischen Unis, ich glaube langsam aber sicher wird unser Netz recht dicht hier!
um halb 7 hatte mr. s mich dann wieder einmal dankenswerterweise zum essen eingeladen. diesmal traditionell japanisch. wieder rund 100gänge und 3,5 stunden lange neuerkundung. besonders genial fand ich frittierte king prawns und frittierte gemüsestücke, aber auch sonst war es absolut perfekt.
jetzt einfach nur müde, verschwinde ins bett, bilder gibst morgen früh.
und an nele: schenk mir einfach ne neue kamera oder rede zumindest mal mit meiner, dann gibts vielleicht auch wieder verträgliche bilder!

gute nacht

unglaublich aber wahr: fotos

hey, ein „ausserordentlicher“ eintrag.
habe angefangen fotos einzufügen. das ist nervig. aber werde mich bemühen noch bessere bilder zu erhaschen, meine kamera ist irgendwie gerade nicht so der brüller, fühlt sich vielleicht vernachlässigt oder ich kann es vielleicht auch einfach nicht!

vielen dank auch für all eure kommentare, das ist eigentlich mit das schönste, zeigt es doch, dass sich nette leute für meine tage in tokyo interessieren ;-)
weiter so!

muss jetzt duschen und frühstücken (avocado? mir wäre ja auch mal nach pancakes und maple sirup, aber das gibt das hotel leider nicht her).
heute abend wieder ein regulärer eintrag!